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    2012



  • 02.01.2012
    dima24.de: Bilanz 2011 zufrieden stellend, Ausblick 2012 vorsichtig optimistisch

    Trendcheck geschlossene Fonds: 2011 war das Jahr der Rohstoffe

    • Rohstoffe übernehmen die Führung vor Immobilien
    • Zeichnung von Infrastruktur-, Umwelt- und Schiffsfonds eingebrochen
    • Umfrage 2012: Anleger wollen stabile Erträge und kurze Laufzeiten


    Der unabhängige Münchner Beteiligungsspezialist dima24.de stellt heute die beliebtesten Fondssegmente 2011 der dima24.de-Anleger vor. Insgesamt blicken die Münchner auf ein zufrieden stellendes Geschäftsjahr zurück. „Dieses Jahr vertrauten 2,74 Prozent mehr Anleger auf unseren Service als im Vorjahr“, erläutert Frank Schuhmann, Chefanalyst bei dima24.de. „Von einem sinkenden Interesse an geschlossenen Fonds bemerken wir nichts.“ Klarer Favorit der Anleger waren in diesem Jahr die Rohstofffonds mit 44 Prozent des investierten Kapitals. Das entspricht einer Verdreifachung im Vergleich zum Jahr 2009, in dem das Fondssegment erstmals in das Angebot aufgenommen wurde. Immobilienfonds landeten mit 38 Prozent auf Platz zwei. Auch hier ist ein Anstieg von rund 13 Prozentpunkten zu verzeichnen. „Immobilien- und Rohstofffonds punkten durch ihre klare Verständlichkeit und die relativ gute Planbarkeit der Erträge“, resümiert Frank Schuhmann.

    Gesunken ist in diesem Jahr die Nachfrage bei Infrastrukturfonds, 2009 noch der Favorit der dima24.de-Anleger. Mit einem Rückgang von 28 auf 11 Prozent des investierten Kapitals verzeichnete dieses Fondssegment damit den stärksten Einbruch. Auch bei Umweltfonds wie zum Beispiel Wind- und Solarfonds registrierte dima24.de einen Rückgang von 16 auf rund 3 Prozent. „Das hat selbst unsere erfahrenen Berater überrascht“, erklärt Schuhmann. „Dies zeigt, wie verunsichert die Anleger aufgrund der Eurokrise sind: Sie flüchten in die ihnen vertrauten Produkte.“ Weiterhin keine Rolle spielen Schiffsfonds: Sie konnten die Gunst der Anleger auch dieses Jahr nicht wiedergewinnen. Anders als 2010, als sich eine vorsichtige Erholung des Schiffsfonds-Marktes andeutete, sank das Interesse dieses Jahr wieder. Statt 7 Prozent im Vorjahr machten sie 2011 nur rund 2 Prozent der Anlegergelder aus. Das spiegelt die Gesamtmarktentwicklung wider.


2011



  • 15.12.2011
    dima24.de informiert: Arbeitsweise von Analysehäusern für geschlossene Fonds

    Fonds-Ratings: Kriterienwirrwarr verhindert echte Transparenz

    • Probleme aktueller Beteiligungs-Ratings: Viele selbstgestrickte Ansätze, wenig Vergleichbarkeit, mangelnde Ausstattung mit Ressourcen und Research und kaum ein zuverlässiger Zugang für Privatanleger
    • dima24.de: Ratings nutzen nur dem Investor, der ihre Stärken und Schwächen kennt


    Ratingagenturen sind derzeit sehr umstritten. Die internationalen Flaggschiffe wie Standard & Poor’s (S&P), Moody's und Fitch waren zuletzt in die Kritik geraten, als es um die Herabstufung verschiedener Staaten der Euro-Zone und des europäischen Rettungsfonds ging. Zwar kann eine Änderung der Bonität zu Konsequenzen für den betroffenen Staat führen, eine Abschaffung der Agenturen als Krisenbarometer beseitigt jedoch weder die eigentliche Ursache – eine schlechte Haushaltspolitik der betroffenen Länder – noch nimmt sie Investoren die Entscheidung ab, wem sie letztlich ihr Geld anvertrauen. Die Aufgabe der Ratingagenturen ist, für Transparenz zu sorgen. Und heute nehmen die internationalen Flaggschiffe der Branche diese Aufgabe sehr ernst. Mit einem großen Personalstamm exzellent ausgebildeter Analysten recherchieren und überprüfen sie Zahlen und machen den Markt verständlich. Letztlich sind aber ihre Ratings nur ein Indikator und keine Investmentempfehlung.

    Auch bei geschlossenen Fonds gibt es heute solche Ratings. Zahlreiche deutsche Unternehmen, sogenannte Analysehäuser, sind angetreten, um den komplexen Markt für geschlossene Fonds transparenter zu machen. „Derzeit gibt es schon rund ein Dutzend Rating-Ansätze zur Bewertung geschlossener Fonds. Für Anleger ist diese Vielfalt aber oft eher verwirrend und daher noch zu wenig aussagekräftig bei der Auswahl eines speziellen Fonds“, so Frank Schuhmann, Chefanalyst der unabhängigen Anlageberatung dima24.de. Der Grund: Die Vielzahl der deutschen Fondsbewerter nutzt für die Beteiligungsbranche keinen anerkannten oder einheitlichen Kriterienkanon, der die geschlossenen Fonds objektiv bewertbar macht. Anleger, die bei der Auswahl einer Beteiligung ein Rating heranziehen, sollten entsprechend wissen, wie die Analysehäuser arbeiten, um deren Noten richtig einzuschätzen.

  • 28.11.2011
    dima24.de informiert: Regulierung der Beteiligungsbranche wird verbindlich

    Bundesrat bestätigt Vermögensanlage-Gesetz (VermAnlG)

    • Gesetz nimmt damit letzte Hürde und tritt jetzt in Kraft
    • dima24.de begrüßt das Gesetz als Schritt hin zu besserem Anlegerschutz, es garantiert aber nicht den Erfolg jedes Beteiligungsangebots

    Der deutsche Bundesrat hat am Freitag das Vermögensanlage-Gesetz (VermAnlG) bestätigt. Nach der Verabschiedung im Bundestag am 27. Oktober 2011 hat das Gesetz nun die letzte Hürde genommen, damit gelten für Geschlossene Fonds ab sofort neue gesetzliche Rahmenbedingungen. Sie sollen den Anlegerschutz verbessern, indem Initiatoren und freie Vermittler mehr Pflichten unterworfen werden, um Anleger besser zu informieren. Die unabhängige Münchner Direktanlageberatung dima24.de erläutert hier die wichtigsten Neuerungen.

    Das neue Gesetz stellt strengere Anforderungen sowohl an die Produkte als auch an die Vermittler von Vermögensanlagen. So erhalten Anleger, die einen neuen Fonds zeichnen, jetzt noch mehr Informationen: Im Fondsprospekt sind nicht nur Angaben über das Investitionsobjekt, sondern auch über die geschäftliche Situation des Initiators verpflichtend. Auch die Gesellschafter des Initiators, deren Einkünfte im Zusammenhang mit dem Fondsobjekt, mögliche Interessenkonflikte und relevante Verurteilungen wegen Betruges oder Unterschlagungen, müssen jetzt aufgeführt werden. Zudem werden die Fondskosten noch besser dargestellt, Vertriebsprovisionen zum Beispiel sollen in Summe und in Prozent deutlich ausgewiesen werden. Und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft die Prospekte nun nicht nur auf Vollständigkeit, sondern auch, ob die Informationen widerspruchsfrei und schlüssig sind. Neu eingeführt wurde der sogenannte Beipackzettel, der auf drei Seiten alle wesentlichen Informationen zum Produkt enthält.

    Auch über die Fondslaufzeit werden die Rechte der Anleger gestärkt. Sie haben nun drei Jahre statt einem Jahr Zeit, Prospektfehler geltend zu machen, wenn sie innerhalb von zwei Jahren, statt wie bisher sechs Monaten, nach Auflegung beigetreten sind. Und geschlossene Fonds sollen in Zukunft nicht nur Jahresabschlüsse erstellen, sondern ihren Anlegern auch die Situation des Fonds und die Summe der festen und variablen Vergütungen aufschlüsseln, die an Geschäftsführer und Mitarbeiter gezahlt werden.
  • 14.10.2011
    dima24.de stellt vor: Rohstoffe als Beteiligungsangebot für private Anleger

    Hochzeit der Megatrends: Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit

    • Drei Argumente für Rohstoffe: Inflationsschutz, Streuung und „Superzyklus“
    • Drei Assets mit Potential: Öl, Gas und Edelmetalle

    Alle 2 Sekunden kommen 5 neue Erdenbürger auf die Welt. Um rund 2,5 Milliarden Menschen wird die Weltbevölkerung voraussichtlich in den nächsten 40 Jahren wachsen. Eine Steigerung von knapp 40 Prozent. Und mehr Menschen bedeuten auch mehr Konsum, gerade in den wachsenden Mittelschichten. In Indien etwa könnte die Mittelschicht nach einer McKinsey-Prognose von 5 Prozent der Gesamtbevölkerung im Jahr 2005 in zwanzig Jahren auf 41 Prozent steigen. All diese Menschen verbrauchen mehr Energie, mehr und bessere Lebensmittel, wünschen sich ein schönes Heim, hochwertige Kleidung und Kosmetik, streben nach Bildung, Wohlstand und einem gehobenen Lebensstandard mit allen technischen Annehmlichkeiten. Was dazu fehlt, sind oft die nötigen Rohstoffe: Sie sind begehrt und stellen schon heute weltweit mehr als ein Drittel aller gehandelten Güter. Doch solche Ressourcen wie Agrarrohstoffe und Bodenschätze sind begrenzt. Das Angebot kann nicht beliebig erhöht werden, denn vielfach wurde über Jahre zu wenig investiert, um nun den wachsenden Bedarf zu decken.

    Rohstoffe: Hohe Nachfrage und Schutz vor Inflation
    „Als Anlagethema sind Rohstoffe ein Megatrend“, weiß Frank Schuhmann, Chefanalyst von dima24.de. „Sie vereinen ein knappes Gut, einen transparenten Markt und eine starke Nachfrage, etwa aus den Schwellenländern wie Indien und China. Das bedeutet, die Rohstoffpreise werden fast zwangsläufig weiter steigen.“ Diesen Boom bezeichnen Experten als „Superzyklus“. „Der Trend hält an, bis die Schwellenländer die Industrienationen eingeholt und ihren Bedarf gedeckt haben“, so Schuhmann.
  • 21.09.2011
    dima24.de beantwortet die 6 häufigsten Anleger-Fragen zu geschlossenen Fonds

    Klartext: Das wollen Anleger heute zu Beteiligungen wissen

    Die Herabstufung der US-Bonität, Konjunktursorgen und die massiven Kursverluste an den Weltbörsen im September haben auch die Anleger geschlossener Fonds aufmerksam beobachtet. Viele fragen sich, wie sich die Finanzlage weiter entwickeln wird und was das für ihre Investments konkret bedeutet. Antworten geben die Analysten und Berater der unabhängigen Anlageberatung dima24.de aus München. Frank Schuhmann, Prokurist und Chefanalyst von dima24.de, beantwortet hier die sechs aktuell meist gestellten Fragen der Anleger:

    1. Ich habe einen Immobilienfonds gezeichnet, dieser hat aber bisher die versprochenen Auszahlungen nicht vollständig geleistet. Nun boten verschiedene Anwälte schon mehrfach an, mir das Geld zu beschaffen. Ist das sinnvoll?

    F. Schuhmann: Unternehmerische Beteiligungen bergen stets Chancen – und Risiken. Treten mehrere Risikofaktoren gleichzeitig auf, können die Auszahlungen geringer ausfallen als prognostiziert oder sich auch verspäten. Sie sollten zunächst genau prüfen, wo der Grund dafür liegt: Lesen Sie die Geschäftsberichte und sprechen Sie mit dem Initiator. Ist das Fondskonzept in Ordnung, tun Sie sich mit einem Prozess keinen Gefallen – das wissen auch die Anwälte. Doch manche wittern hier ein lohnendes Geschäft. Und die Zahl der Angebote vermeintlicher Anlegerschützer ist heute höher als noch im letzten Jahr. Bedenken Sie also, bevor Sie einen Anwalt beauftragen: Er wird in jedem Fall zunächst eigene Interessen vertreten.
  • 16.09.2011
    dima24.de stellt vor: Studentisches Wohnen als neue Assetklasse

    Studentenbuden: Innovatives Investment für konservative Anleger

    • Studentenapartments versprechen höhere Erträge als Wohnimmobilien
    • Paradox: Projektentwicklungen potenziell sicherer als Betreibermodell

    Bildung ist Zukunft. Wer eine gute Ausbildung besitzt, hat bessere Chancen, am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen. Ein Weg dazu ist das Hochschulstudium: Derzeit studieren in Deutschland 2,21 Millionen Menschen und damit so viele wie nie zuvor. „Die an den 634 deutschen Hochschulen eingeschrieben Studierenden wollen nicht nur lernen und feiern – sie müssen ja auch irgendwo wohnen“, sagt Frank Schuhmann, Prokurist und Chefanalyst bei der Anlageberatung dima24.de. Pfiffige Initiatoren haben Studentenappartements nun als lohnendes Geschäftsfeld entdeckt, um damit Geld für ihre Anleger zu verdienen. Schumann wirft einen genaueren Blick auf die junge Assetklasse.

    Für den Erfolg spricht vor allem die hohe Nachfrage: Der Wohnungsmarkt in vielen Universitätsstädten ist so angespannt, dass die Betreiber von Studentenwohnheimen oft eine hundertprozentige Auslastung vermelden. Und der Druck auf die Märkte in den Uni-Städten steigt noch, weil die Aussetzung der Wehrpflicht und die in mehreren Bundesländern beschlossene Verkürzung der Schulzeit zu einem weiteren Run auf die Hörsäle führen dürfte. Das Deutsche Studentenwerk schätzt den Bedarf in den nächsten drei Jahren auf mindestens 20.000 zusätzliche Wohnheimplätze. Und wer glaubt, Wohnungen für Studenten würden nichts einbringen, liegt grundfalsch: In Toplagen ist eine Rendite von 5 bis 5,5 Prozent möglich, in normalen Lagen liegt sie bei 6 bis 6,3 Prozent. Das ist mehr, als man heute für normale Wohnhäuser in guter Lage bekommt.
  • 25.08.2011
    dima24.de: Keine Panik bei Anlegern von geschlossenen Fonds

    Geschlossene Fonds: Solide Erträge statt totes Kapital

    • Sachwerte: Beteiligungen von Börsenkrise derzeit nicht betroffen
    • Öl ist das bessere Gold

    Wenn der Bär im Börsensaal auftaucht, gerät die Finanzwelt in Panik. So auch aktuell: Die Börsen der Welt befinden sich im Sturzflug. Der Deutsche Aktienindex (DAX) fiel im August 2011 erstmals seit November 2009 unter die Marke von 5.400 Punkten. Die Diskussion über Euro-Bonds verunsichert die Märkte und die Schwäche des US-Dollars bereiten Anlegern zusätzlich Sorgen. Die aktuelle Krisenstimmung ist aber nur zum Teil berechtigt, denn die Wirtschaftsdaten für Deutschland etwa sind weiter vergleichsweise stabil.

    Flucht ins Gold? Vorsicht vor totem Kapital!

    „Aktuell sehen wir keinen Grund, warum Anleger geschlossener Fonds in Panik ausbrechen sollten“, so Frank Schuhmann, Prokurist und Chefanalyst bei der Anlageberatung dima24.de. „Das sieht offenbar auch die Mehrheit unserer Anleger so. Denn trotz Börsenkrise haben wir vergleichsweise wenig Anfragen besorgter Investoren bei unseren Kundenberatern. Gelassenheit ist offenbar das Gebot der Stunde.“

    Anders sieht es bei Investoren aus, die sich Gedanken um die Neuanlage von Geldern machen. „Ganz klar sieht der Markt im Moment einen Rückzug aus börsengehandelten Wertpapieren wie Aktien und bestimmten Rentenpapieren. Zusätzlich haben viele Anleger aber auch Sorge um ihre Cash-Positionen. Szenarien wie ein Zusammenbruch des europäischen Währungssystems, eine Abwertung des Geldes oder gar eine Währungsreform verleiten Anleger derzeit zur Flucht in vermeintlich stabile Anlagen wie Gold“, so Schuhmann.

    Der erfahrene Vermögensberater hält Gold als Beimischung zum Portfolio zwar für grundsätzlich sinnvoll, warnt aber vor der derzeitigen Hysterie beim Einstieg zu immer höheren Kursen. Aktuell kostet eine Feinunze Gold rund 1.740 US-Dollar. Allein seit Oktober 2009 ist der Goldpreis damit um rund 700 US-Dollar gestiegen, am 30. April 2001 kostete Gold sogar nur rund 263 US-Dollar. „Die enorme Volatilität des Goldpreises macht es als Hauptinvestment ungeeignet“, sagt Schuhmann. „Dazu kommt, dass Gold im wahrsten Sinne totes Kapital ist. Es vermehrt sich nicht und es arbeitet nicht.“
  • 06.06.2011
    dima24.de informiert über aktuelle Entwicklungen bei Geschlossenen Fonds

    Infrastrukturfonds: Initiatoren verpassen den Trend

    • Das Segment Infrastruktur ist im Aufwind: eine starkeAnlegernachfrage trifft jedoch auf wenig Angebote
    • Markttreibende Themen sind Instandhaltung, Mobilität und Energiewende

    Das Platzierungsvolumen bei Geschlossenen Fonds ist im 1. Quartal 2011 um 25 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres 2010 gesunken, vermeldete jüngst der Verband der Geschlossenen Fonds (VGF). Ein Segment überraschte dabei: die Infrastrukturfonds. Diese legten laut VGF um ein beachtliches Plus von 306 Prozent zu. „Anleger sind von dem Thema Infrastrukturfonds überzeugt“, erklärt Frank Schuhmann, Chef-Analyst bei dima24.de, einem der größten Vermittler für Geschlossene Fonds. „Die Zahlen könnten viel höher sein, denn die Anlegernachfrage ist sehr groß. Es gibt jedoch kaum ein Fonds- Angebot am Markt.“ Ein Phänomen, das Frank Schuhmann auf drei Faktoren zurückführt: „Erstens haben die Emissionshäuser noch genügend Fonds in der Platzierung. Zweitens verfügen bislang nur wenige Initiatoren über Erfahrungen in diesem Segment. Drittens wurde das Potenzial dieses Marktes bis heute unterschätzt.“ Bereits 2010 hat dima24.de einen deutlichen Aufwind bei dem Thema verzeichnet: Auf Platz 1 der Anlegergunst standen Infrastrukturfonds, dicht gefolgt von Immobilien und Rohstoffen. „Institutionelle Anleger sind in diesem Segment schon seit Jahren engagiert. Wie in vielen spannenden Segmenten dauert es jedoch eine gewisse Zeit, bis diese Chancen auch für Privatanleger verfügbar gemacht werden. Im Bereich Infrastruktur warten wir noch auf diesen Durchbruch“, erläutert Schuhmann die Entwicklung des Segments.
  • 29.04.2011
    dima24.de kritisiert Gesetz zum Beteiligungsvertrieb

    Geschlossene Fonds: Qualität erreicht man nicht mit Regulierung

    • Bundeskabinett beschließt Anlegerschutzgesetz – Erfolg ist ungewiss
    • dima24.de fordert Eigenbeteiligungen, mehr Stammkapital bei Fondsvermittlern und Initiatoren sowie eine Mindestanlagesumme von 15.000 Euro je Fonds

    „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das gilt auch bei Finanzvermittlern, wir begrüßen deshalb die Bemühungen der Regierung. Doch die Regulierung greift ganz schlicht zu kurz“, meint Frank Schuhmann, Chefanalyst der unabhängigen Müchner Anlageberatung dima24.de. Der Anlass: Das Bundeskabinett hat am 6. April 2011 den Gesetzentwurf zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagerechts verabschiedet. Das Gesetz muss nun noch den Bundestag passieren, dann tritt es Anfang 2012 in Kraft. Mit ihm soll der bisher kaum regulierte Markt für geschlossene Fonds stärker kontrolliert und Anleger so besser geschützt werden.

    Die Neuerungen: Zu kurz gegriffen
    Freie Finanzanlagevermittler müssen nun, ähnlich wie heute schon Bankangestellte, ein Beratungsprotokoll erstellen. Darin sind auch Vertriebsprovisionen angegeben. Ferner müssen sie eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen und ihre fachliche Eignung durch ein Zeugnis der Industrie- und Handelskammer belegen können.

    Auch die Initiatoren geschlossener Fonds stehen in der Pflicht: Sie müssen künftig eine zusätzliche Kurzinformation erstellen. Sie enthält die Risiken der Anlage, die damit verbundenen Kosten und den prognostizierten Gesamtmittelrückfluss. Für falsche Angaben haften die Anbieter. Das gilt auch für Fehler im Fondsprospekt. Er wird künftig von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht nur auf Vollständigkeit geprüft, sondern auch, ob die Informationen widerspruchsfrei und schlüssig sind. Ob das Beteiligungsangebot wirtschaftlich sinnvoll ist, prüft die BaFin aber nicht.

    „Da liegt für die Anleger doch das erste Problem: Die BaFin-Prüfung ist für den Anlageerfolg eines Fonds kein Indikator. Hier braucht es – nach wie vor – den Rat qualifizierter Berater mit detaillierter Kenntniss der Fondsmaterie, der Assets und Zielmärkte.” Dazu wird auch der Beteiligungsvertrieb künftig kontrolliert: Finanzanlageberater und -vermittler müssen nun bei der IHK eine Prüfung machen, sie sind nicht der BaFin unterstellt. „Diese Zweiteilung kann man kritisieren, das ist aber nicht das eigentliche Problem.” Entscheidend sei für die Anleger ja oft nicht die fachliche Eignung des Beraters, sondern vielmehr das ’Berufsethos’. „Wichtig ist: Vermittelt man Humbug wie Kleinsparern Sparpäne für geschlossene Fonds oder Hochbetagten Beteiligungen mit 20 Jahren Laufzeit – oder bringt man geeignete Produkte und Anlageformen an die richtige Zielgruppe.”
  • 29.03.2011
    Geschlossene Fonds: dima24.de informiert zu aktuellen Trends

    Ökofonds: Beteiligungen gegen Kernkraft und CO2

    • Förderkürzungen drücken Renditeprognosen: Was kommt nach Solar?
    • Nachrücker und Alternativen: Waldfonds stehen schon in den Startlöchern
    • Vergleichen lohnt sich: Fondszeichner sparen beim Agio

    Die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima beweist einmal mehr: Die aktuellen Energiekonzepte sind unzulänglich, um den weltweit wachsenden Energiebedarf langfristig und sicher zu bewältigen. Kernkraft und fossile Energieträger sind ungenügend und gefährlich, die Folgekosten von Atommüll und Treibhauseffekt sind kaum abzusehen. Erneuerbare Energien sind deshalb eine gute Antwort auf den weltweit zunehmenden Energiehunger, die globale Erwärmung und die steigenden Energiepreise. Sie sind praktisch unerschöpflich und überall verfügbar, ihre Nutzung hat, anders als bei fossilen Energieträgern oder Kernkraft, kaum schädliche Auswirkungen auf Natur, Klima und Gesundheit. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Geldbörse: Anleger profitieren mit geschlossenen Umweltfonds von stabilen Renditen und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Naturschutz. Der unabhängige Münchner Beteiligungsspezialist dima24.de stellt dazu die aktuellen Trends vor und nennt aussichtsreiche Beteiligungsmöglichkeiten.

    Solarenergie: Erträge ohne Einspeisevergütung?
    Wer erneuerbare Energien sagt, denkt zumeist an Photovoltaik. Das ist berechtigt: Das Energiepotenzial der Sonneneinstrahlung übertrifft den menschlichen Energiebedarf um ein Vielfaches. Doch ist Solarenergie weniger bedeutsam als viele annehmen: 105,2 Milliarden Kilowattstunden oder 17,4 Prozent trugen erneuerbare Energien 2010 zur Stromversorgung in Deutschland bei – eine Steigerung um 1 Prozent zum Vorjahr. Größten Anteil hatten daran Wind mit 37,5 Milliarden kWh, Biomasse mit 36,1 und Wasser mit 19,5 Milliarden kWh. Die Sonne brachte nur 12,1 Milliarden kWh. „Solarfonds stehen gerade heftig in der Diskussion, da Solarstrom aufgrund von Fördersenkungen in mehreren europäischen Ländern künftig weniger lukrativ in das Stromnetz eingespeist werden kann“, sagt Frank Schuhmann, Chefanalyst von dima24.de. Erst Anfang März kündigte etwa die italienische Regierung eine Änderung der Solarförderung zum 1. Juni 2011 an. Auch Spanien und Tschechien hatten zuletzt die Förderung für Solarstrom zurückgefahren. Das bedeutet für einige derzeit in der Platzierung befindliche Solarfonds, sie können nicht die prognostizierten Renditen erwirtschaften. Anleger geschlossener Fonds müssen deshalb aber nicht auf nachhaltige Investments in ihrem Portfolio verzichten. Anlagemöglichkeiten in Solarfonds bestehen auch unabhängig von staatlich garantierten Einspeisevergütungen: Eine Möglichkeit ist der MEPerformer Fonds 1, der mittelbar in mehrere internationale Solarprojekte der MEP Group investiert. Der Solar-Kurzläufer beteiligt sich an der Projektentwicklung. Sein Fokus liegt dabei auf Projekten, deren Entwicklungsphase bereits beendet ist oder in Kürze abgeschlossen wird. Die Projekte werden mit namhaften Partnern umgesetzt, fertig gestellt und an das Netz angeschlossen. Anschließend werden die Anlagen an institutionelle Investoren verkauft. „Der Fonds realisiert Solarprojekte, die wirtschaftlich arbeiten, unabhängig von Förderungen und Subventionen”, erläutert Schuhmann. Die ersten Fonds-Objekte stehen bereits fest. „Ein weiterer Sicherheits-Aspekt ist die langjährige Erfahrung der MEP Group“, so Schuhmann weiter. Die Unternehmensgruppe realisierte seit 2004 Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von etwa 100 Megawatt – das entspricht einem Projektvolumen von etwa 400 Millionen Euro.
  • 17.02.2011
    Geschlossene Fonds: dima24.de klärt auf

    Ansparfonds: Initiatoren auf Kundenfang

    • Platzierungsergebnisse bei Beteiligungen weiter verhalten
    • Bei Sparplänen für geschlossene Fonds ist Vorsicht geboten
    • Preisfüchse sparen beim Ausgabeaufschlag

    Gerade in Zeiten von Dollarschwäche, Euro-Krise und Inflationsangst suchen Anleger solide Anlagemöglichkeiten für ihr Geld. Sachwertinvestitionen sind da traditionell besonders gefragt. Doch die Anbieter solcher Kapitalanlagen wie geschlossene Fonds können vom Wunsch nach börsenunabhängigen Anlagen derzeit nicht profitieren. Die Umsätze, die der Verband für Geschlossene Fonds (VGF) jetzt vermeldet, sprechen eine deutliche Sprache: Die Platzierungsergebnisse der Mitglieder sind trotz eines Anstiegs von 13 Prozent lange noch nicht auf Vorkrisenniveau. Während auf dem Höchststand 2005 rund 11,03 Milliarden Euro Eigenkapital für geschlossene Fonds platziert werden konnten, liegt die Marke heute bei nur wenig mehr als der Hälfte (5,84 Milliarden Euro). Bei Auslands-Immobilienfonds, aber auch bei Infrastruktur- und Spezialitätenfonds der VGF-Mitglieder war der Rückgang des platzierten Eigenkapitals 2010 besonders deutlich.

    Für 2011 hat der VGF deshalb neben der intensiven Kundenbindung die Zurück- und Neugewinnung von Zeichnern als Parole für 2011 ausgegeben. Die Emissionshäuser reagieren mit erhöhten Investitionsquoten, geringeren Mindest-Beteiligungssummen oder auch Kapitalgarantien: Viele Initiatoren wollen nach der Krise mit neuen Fondskonzepten das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen und neue Kundengruppen werben. „Doch nicht alles, was neu ist, ist automatisch auch gut für die Anleger“, warnt Frank Schuhmann, Chefanalyst der dima24.de.

  • 24.01.2011
    dima24.de: Bilanz 2010, Ausblick 2011

    Trendcheck Geschlossene Fonds: Öl schlägt Sonne in der Anlegergunst

    • Beton, Öl, Asphalt: Immobilien-, Rohstoff- und Infrastrukturfonds bestimmen 2010 das Geschäft
    • Erholung von niedrigem Niveau: Nachfrage nach Schiffsfonds siebenmal höher als noch 2009
    • Anleger der dima24.de auch 2010 zeichnungsfreudig, Kurzläufer und Sicherheitskonzepte bevorzugt

    Die dima24.de Anlageberatung, Spezialist für Beteiligungen, veröffentlicht heute die Platzierungsergebnisse für das Jahr 2010. Demnach legten sich die Kunden auch im vergangenen Jahr am liebsten Infrastrukturfonds ins Portfolio. Nach einem Anteil von 42,5 Prozent im Jahr 2009 machte dieses Segment 2010 jedoch nur noch 28,2 Prozent der gezeichneten geschlossenen Fonds aus, gefolgt von in- und ausländischen Immobilienfonds, die sich von 15,5 Prozent im Jahr 2009 auf 24,5 Prozent Umsatzanteil erholen konnten. Das am schnellsten wachsende Segment bei der dima24.de bleiben weiter die Rohstoff-Fonds, in die 2010 bereits jeder fünfte Euro floss. 2009 war dieses Segment aus dem Stand auf 15 Prozent gesprungen. „Das Segment Energie war 2010 ein wichtiges Anlegerthema“, bestätigt Frank Schuhmann, Chefanalyst bei dima24.de. „Dabei waren es bei uns vor allem amerikanische und kanadische Ölfonds von sehr spezialisierten Initiatoren, die gut nachgefragt wurden. Das viel beachtete Thema Solar hat dagegen bei uns praktisch keine Rolle gespielt.“

    Ein vorsichtiges Comeback erlebten 2010 die Schiffsfonds, die von 1 Prozent auf immerhin 7 Prozent zulegen konnten. Flugzeugfonds und Private Equity Konzepte wurden dagegen 2010 wenig angeboten und praktisch nicht gekauft. „Unsere Anleger haben 2010 vor allem auf unternehmerische Beteiligungen gesetzt, die ein konkretes Objekt mit nachvollziehbarem Geschäftsmodell in einem stabilen Markt anbieten“, so Schuhmann.







2010



  • 27.12.2010
    Umfrage: dima24.de fragt, Privatanleger antworten

    Geschlossene Fonds: 93 Prozent der Anleger wollen stabile Einnahmen

    • Zwei von drei Anlegern setzen weiterhin auf unternehmerische Beteiligungen
    • Zeichner sehen Zukunft bei Energie und Infrastruktur
    • Leistungsbilanz des Anbieters (81,2 Prozent) und Wirtschaftspresse (73,7 Prozent) sind primäre Informationsquellen der Investoren

    Männlich, über 50 Jahre alt und vermögend investiert. Dies charakterisiert den Anleger geschlossener Fonds, so das Ergebnis einer Umfrage der unabhängigen Vermögensberatung dima24.de unter seinen Kunden. Insgesamt nahmen 1126 überwiegend männliche (92 Prozent) Privatanleger an der Befragung der Plattform für geschlossene Fonds teil. Das Ergebnis: Jeder zweite Teilnehmer ist über 50 Jahre alt und hat bereits mehr als vier Beteiligungen im Portfolio. Ein Drittel der Befragten investierte bisher über 100.000 Euro in geschlossenen Fonds, weitere 23 Prozent gaben ihre Investitionssumme mit 50.000 bis 100.000 Euro an. Mit der Umfrage verfolgte die dima24.de das Ziel, etwas über mögliche Veränderungen im Verhalten der Anleger von geschlossenen Fonds seit dem Beginn der globalen Krise herauszufinden.

    Informationsbedarf der Anleger steigt

    Die Wirtschafts- und Finanzkrise führte bei vielen Investoren zu einem Umdenken in ihrem Anlageverhalten. Sie sind deutlich vorsichtiger geworden und schauen deutlich kritischer auf ihr Investment. 65,3 Prozent der Befragten suchen jetzt gezielter nach Informationen zu Fonds und Initiatoren als vor der Krise. Auch bei bereits getätigten Investments schauen sie genauer hin, denn 60,8 Prozent beobachten die Performance der eigenen Fonds jetzt wesentlich intensiver. Die Nachfrage nach geschlossenen Fonds ist trotz Krise weiter vorhanden, denn zwei von drei Teilnehmern hält die wirtschaftliche Entwicklung nicht von der Zeichnung geschlossener Fonds ab. Allerdings zeigt sich eine deutliche Veränderung in der Auswahl der Zielobjekte.



    Infografik zur Umfrage:



  • 09.11.2010
    dima24.de: Einzelschiffe zurück auf dem Anlegerradar

    Geschlossene Fonds

    Anleger investieren wieder zunehmend in Schiffe. Mittlerweile fließt fast jeder zehnte angelegte Euro bei der unabhängigen Anlageberatung dima24.de in Schiffsbeteiligungen, im letzten Jahr war es nur jeder hundertste Euro. „In den letzten Wochen hat die Nachfrage nach Schiffsfonds deutlich zugenommen“, sagt Frank Schuhmann, Chefanalyst der dima24.de. Gerade bei ausgewählten Einzelschiffen sehen Anleger wieder aussichtsreiche Zeichnungsangebote: „Aufgrund der allgemeinen Zurückhaltung der schiffsfinanzierenden Banken müssen Beteiligungsangebote ein sehr überzeugendes Konzept vorlegen, um überhaupt Fremdkapital zu bekommen“, erläutert Schuhmann. Die dima24.de selbst empfiehlt chancenorientierten Anlegern erstmals seit rund zwei Jahren wieder einen Schiffsfonds.

    Achten sollten die Anleger bei der Auswahl ihres Schiffsinvestments laut Schuhmann nach wie vor auf vier grundsätzliche Dinge: Erstens sollte ein Chartervertrag mit einem bonitätsstarken Charterer bestehen, denn dies sichert dauerhaft die Einnahmen und die Unabhängigkeit von kurzfristigen Marktschwankungen. Verlässliche Bonitätsprüfungen führt beispielsweise die holländische Ratingagentur Dynamar durch. Die Laufzeit der Charterverträge sollte allerdings nicht über einen Horizont von drei bis fünf Jahren hinausgehen. Denn: Es besteht immer das Risiko, dass bei einer festgezurrten Einnahmeseite die Kosten beispielsweise für Wartung und Betrieb des Schiffes plötzlich deutlich ansteigen und somit die prognostizierten Ergebnisse gefährden. Zweitens sollte das Schiff nicht zu teuer gekauft worden sein. Dies zu bewerten, ist für Außenstehende aber problematisch, da Vergleichspreise nur selten veröffentlicht werden. Daher sollten Anbieter ein unabhängiges Gutachten vorlegen können, das Aufschluss über den Kaufpreis gibt. Drittens ist es für den Anleger von Vorteil, wenn eine Tilgung des Fremdkapitals von mindestens 30 Prozent innerhalb der ersten Jahre gezahlt wird, damit das Schiff frühzeitig entschuldet wird. Und viertens ist für den Anleger wichtig, dass das Wechselkursrisiko abgesichert wird. Üblicherweise erfolgt der Zahlungsverkehr rund um den Betrieb eines Schiffes in US-Dollar. Weicht der Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Wechsels von US-Dollar in Euro deutlich von der Kalkulationsgrundlage ab, kann dies den Anleger einen Teil seiner Rendite kosten.

  • 25.10.2010
    Neue Fondskonzepte: Wovon profitiert der Anleger wirklich?

    Geschlossene Fonds: dima24.de klärt auf

    • Vorsicht bei Sparplänen
    • Kapitalgarantien bringen zusätzliche Sicherheit
    • Ausgabeaufschlag ist nicht mehr zeitgemäß

    Erhöhte Investitionsquoten, Sparpläne und Kapitalgarantien:
    Viele Emissionshäuser haben aus der Krise gelernt und ihre Fondskonzepte überarbeitet. Doch nicht alle neuen Features sind auch zum Wohle der Anleger. „Die Emissionshäuser wollen mit innovativen Fondskonzepten das verlorengegangene Vertrauen der Anleger zurückgewinnen“, sagt Frank Schuhmann, Chefanalyst der dima24.de und warnt gleichzeitig: „Nicht von jeder neuen Idee profitiert der Anleger wirklich.“

    Erhöhte Investitionsquote = Schein oder sein?

    Eine echte Innovation ist der Verzicht einiger Initiatoren auf hohe Gewinnabschöpfungen schon zum Laufzeitbeginn eines geschlossenen Fonds. Die Folge: Eine erhöhte Investitionsquote, die dem Anleger mehr wirtschaftliche Sicherheit bringen soll. Denn je höher die Investitionsquote, desto mehr Anlegerkapital fließt tatsächlich ins Investment. Gut, wenn dem so ist! Schlecht, wenn der Vorteil zum Fondsbeginn durch hohe Belastungen an anderer Stelle zunichte gemacht wird. „Grundsätzlich sollte der Anleger genau prüfen, ob die Kosten an einer anderen Stelle gedeckt werden oder nicht“, so Schuhmann. Möglich ist dies durch einen ungewöhnlich hohen Anteil laufender Zahlungen an den Initiator oder eine überhöhte Bonuszahlung bei erfolgreicher Auflösung der Fondsgesellschaft. „Sind alle Zahlungsverpflichtungen der Fondsgesellschaft an das Emissionshaus marktüblich, kann eine überdurchschnittlich hohe Investitionsquote den Erfolg der Beteiligung positiv beeinflussen“, sagt Schuhmann.

    Auch durch einen Fremdfinanzierungshebel kann dem Anleger eine erhöhte Investitionsquote suggeriert werden. Die Rechnung sieht dann wie folgt aus: Das Gesamtvolumen verteilt sich auf 20 Millionen Euro Eigenkapital und 20 Millionen Fremdkapital, beide Summen geht voll in die Berechnung ein. Bei Vorkosten auf Fondsebene von 4 Millionen Euro kommt so eine Investitionsquote von 90 Prozent zustande. „Einige Emissionshäuser pushen die Investitionsquote, indem sie das fremdfinanzierte Kapital für die Berechnung mit einbeziehen“, so Schuhmann. Bei einem Fonds mit einem Eigenkapitalanteil von 20 Millionen und Vorkosten von 4 Millionen Euro beträgt die tatsächliche Investitionsquote auf das Eigenkapital nur 80 Prozent. „Der Anleger sollte immer selbst die Investitionsquote nachrechnen“, empfiehlt Schuhmann.

  • 06.10.2010
    Wohninvestments in Deutschland: Die neue Bescheidenheit?

    Geschlossene Immobilienfonds: dima24.de behält den Überblick

    Wer auf den Markt der geschlossenen Immobilienfonds blickt, reibt sich die Augen: Wohninvestments erleben gerade ihr großes Comeback. Nachdem die Anleger über viele Jahre hinweg deutsche Wohnimmobilien links liegen gelassen haben, weil diese als verwaltungsaufwändig galten und im Vergleich mit anderen Immobilien niedrige Renditen erzielten, steigt seit 2009 das Interesse der Anleger wieder deutlich an. „Anleger wollen wieder mehr Sicherheit, eine stabile Rendite und einen regelmäßigen Cashflow für ihr investiertes Geld“, erklärt Frank Schuhmann, Chefanalyst bei dima24.de.

    Diese Ansprüche erfüllen Wohninvestments: Anders als bei Büroimmobilien mit einem Großmieter reduziert die große Anzahl der Mieter bei einem Wohninvestment das Mietausfallrisiko deutlich. Sollte eine Wohnung kurzfristig leer stehen oder der Mieter nicht zahlen, erwirtschaftet die Wohnimmobilie immer noch ausreichend Erträge. „Wohninvestments planen meistens mit einer Rendite zwischen 5 und 7 Prozent im Jahr. Die niedrigeren Renditen im Vergleich zu anderen Beteiligungen garantieren aber noch keine hohe Sicherheit“, so Schuhmann. Ein Grund, jedes Angebot genau zu prüfen: „Wichtig ist auch bei Wohnimmobilien die Lage, zudem sollte das Investitionsobjekt keinen Renovierungsstau aufweisen“, so Schuhmann weiter.

    Die Zeit für Wohnimmobilien in Deutschland ist jetzt günstig: Hier stimmen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, denn nach mehreren positiven Korrekturen erwartet der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) für 2010 ein Wachstum von mehr als drei Prozent. „Ein transparenter Immobilienmarkt ohne Währungsrisiko und die Möglichkeit, das Objekt sogar vor Ort zu begutachten, sprechen für die Attraktivität des Standorts Deutschland“, so Schuhmann.

    Wohnimmobilien: Hamburg und München marschieren vorne weg

    Gerade in den Metropolregionen sieht Schuhmann bei Wohninvestments nicht nur einen kurzfristigen Trend, sondern langfristige Attraktivität, denn die Leerstandsquoten sind sehr niedrig und bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Laut dem aktuellen Leerstandsindex des Instituts Empirica liegt der Leerstand in Städten wie München und Hamburg unter 2 Prozent. Ähnlich ist die Lage in Frankfurt, im Raum Köln/Düsseldorf und in Stuttgart – Tendenz fallend. Den Wohnungsbedarf in Deutschland bis 2025 ermittelt die LBS Research mit rund 300.000 Wohnungen pro Jahr, genehmigt wurden im Jahr 2009 mit knapp 180.000 Wohnungen aber nur etwas mehr als die Hälfte des Bedarfs.

  • 24.09.2010
    Klartext: Das wollen Anleger heute zu Beteiligungen wissen

    dima24.de beantwortet die 7 häufigsten Anleger-Fragen zu geschlossenen Fonds

    Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat viele Anleger geschlossener Fonds verunsichert. Nach Jahren stabiler Erträge bleiben Auszahlungen aus – oder es kommen sogar Nachforderungen. „Durch die Krise sind selbst erfahrene Anleger mit neuen Situationen konfrontiert“, sagt Frank Schuhmann, Chefanalyst bei dima24.de. Die Analysten von dima24.de sind meist die ersten Ansprechpartner für Fragen zu Sanierungen und Perspektiven aller Arten von geschlossenen Fonds. „Die Beratungen dauern heute länger als noch vor zwei Jahren. Die Anleger haben viele Fragen.“ dima24.de hat darum die häufigsten Fragen und ihre Antworten aufgeführt:

    1. 2003 habe ich einen Fonds mit einem 4.400-TEU-Frachter gezeichnet und dann fünf Jahre lang zuverlässig die angekündigten Zahlungen erhalten. 2009 hat der Fonds die Zahlungen dann ausgesetzt. Ist mein Geld nun verloren?
    F. Schuhmann: Ausbleibende Ausschüttungen bedeuten nicht gleich den Verlust des Geldes. Gehen die Einnahmen des Fonds zurück und die Gesellschaft zahlt dennoch aus, kann dies die Sicherheitsreserven des Fonds belasten. Nicht auszuschütten kann deshalb eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung sein. Etwa wenn die Charter des Schiffes ausläuft und das Fondsmanagement einen Vertrag zu einer niedrigeren Rate abschließen muss, bis die Preise wieder steigen. Nachdem das Ratenniveau für 1-Jahres-Charter bei 4.400-TEU-Schiffen im Frühjahr 2009 stark zurückgegangen war, ist es nun auf 24.000 US-Dollar pro Tag gestiegen und hat sich so im Vergleich zum Jahresbeginn vervierfacht. Damit kann der Frachter nun zu deutlich höheren Raten verchartert werden. Und wenn nach gelungenem Vertragsabschluss die Einnahmen wieder regelmäßig fließen, können auch die Auszahlungen wieder aufgenommen werden. Eventuell steht den Anlegern sogar eine Sonderausschüttung ins Haus.

  • 28.06.2010
    Auszahlungen bei Geschlossenen Fonds bedeuten nicht immer Rendite

    dima24.de warnt: Auf dem Konto ist längst noch nicht "safe"

    München, 28. Juni 2010. Wenn ein Anleger eines geschlossenen Fonds einmal im Jahr - eventuell auch öfter - die angekündigten Zahlungen seines Investments erhält, ist er froh: Er nimmt an, seine Beteiligung an einem Schiff oder einer Immobilie läuft gut, sie wirft Erträge ab und entwickelt sich wunschgemäß. Dass aber auch dann ein Risiko besteht und Auszahlungen nicht mit Rendite gleichzusetzen sind, ist den wenigsten Anlegern bewusst. Selbst bei regelmäßigem Geldeingang beim Anleger kann es sein, dass der Fonds nicht wirtschaftlich ist.

    Zwischen Ausschüttungen und bloßen Auszahlungen muss man genau differenzieren: Ausschüttungen ergeben sich aus den erwirtschafteten Überschüssen eines Fonds, also aus der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben. "Gewinne entstehen aus Mieterträgen, Charterraten und zu einem geringen Teil aus Zinseinnahmen der Barmittel", erklärt Frank Schuhmann, Chefanalyst bei dima24.de. Diese Einnahmen decken die Kosten für Darlehen, bilden Rücklagen und bringen die Kapitalerträge für die Anleger. Auszahlungen dagegen bedeuten nur, dass Gelder fließen. Zahlt die Gesellschaft auch ohne Überschüsse aus, stammen diese Gelder meist aus den Sicherheitsreserven des Fonds, letztlich also aus dem Kapital der Anleger selbst. Besonders ärgerlich für die Anleger ist hier nicht nur das Abschmelzen der Liquiditätsreserve. Sind die Auszahlungen nicht durch Gewinne gedeckt, können die Gelder im Krisenfall auch zurückgefordert werden.

    Das erleben derzeit vor allem Schiffsfondseigner: Sie sehen sich aufgrund der anhaltenden Schifffahrtskrise mit Nachschussforderungen der Fondsgesellschaften konfrontiert, weil die Chartereinnahmen die laufenden Kosten nicht mehr decken. Aber auch Anleger anderer Fondssegmente sind davor bei Insolvenz ihrer Fondsgesellschaft nicht gefeit. Dann kann ein Fonds beziehungsweise der Insolvenzverwalter Auszahlungen bis zur ursprünglichen Zeichnungshöhe stellvertretend für die Gläubiger wieder einfordern. "Wir haben solche Rückforderungen zum Beispiel bei vier Fondsgesellschaften der Falk Capital AG aus München gesehen. Hier hat der Insolvenzverwalter Josef Nachmann 31,2 Millionen Euro Auszahlungen von den 3.350 Anlegern der betroffenen Immobilien-Fonds zurückgefordert. Das entspricht im Schnitt fast 10.000 Euro pro Anleger", so Schuhmann.

    Im Umkehrschluss ist auch eine ausbleibende Ausschüttung noch kein Vorbote einer Insolvenz. Im Gegenteil, nicht auszuschütten kann eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung des Fondsmanagements sein. Etwa wenn die Einnahmen zwar zurückgehen, aber noch die laufenden Kosten decken. Oder wenn Reserven für unvorhergesehene Ausgaben erhöht werden, wie zum Beispiel zur Revitalisierung und Neuvermietung einer Immobilie.

    Posten in der Fondsbilanz: So achten Sie auf Ihr Geld

    Anleger sollten die tatsächliche wirtschaftliche Lage ihres Investments regelmäßig selbst prüfen, vor allem mit Hilfe der jährlichen Fondsbilanz und dem Geschäftsbericht an die Gesellschafter. Rückzahlungen könnten auf sie zukommen, wenn Auszahlungen im Jahresabschluss als sogenannte Entnahmen ausgewiesen oder laut Gesellschaftervertrag als Darlehen anzusehen sind. Darüber hinaus sollten Anleger auch die Liquiditätsreserve besonders im Auge behalten: Diese Reserve ist das Sicherheitspolster jedes Fonds und soll beispielsweise einem Schiff über eventuelle Durststrecken hinweg helfen, damit es im Aufschwung wieder Gewinne einfährt.

    Gewinnorientierte Anleger achten außerdem auf die Laufzeit: "Kurzläufer sind bei unseren Anlegern derzeit sehr gefragt. Zum einen wegen des überschaubaren Anlagehorizonts und zum anderen, weil Anleger so auch den Markt für ihr Beteiligungsobjekt besser einschätzen können", sagt Schuhmann. Denn die tatsächliche Rendite einer Beteiligung steht erst fest, wenn ein Fonds liquidiert wird, also beim Verkauf des Fondsobjekts am Ende der Laufzeit. Es gilt: Abgerechnet wird am Schluss.
  • 02.06.2010
    Geschlossene Fonds: dima24.de checkt den WM-Gastgeber

    Südafrika: Cup der Guten Hoffnung

    München, 2. Juni 2010. Wenn am 11. Juni in Johannesburg das Eröffnungsspiel der 19. Fußball-Weltmeisterschaft angepfiffen wird, blickt die ganze Welt nach Südafrika. Für das größte afrikanische Land und seine Wirtschaft ist dieses Ereignis ein wichtiger Schritt nach vorne. Aber ist die WM auch der Anpfiff für Investoren geschlossener Fonds? Die Anlageberatung dima24.de sieht in Südafrika ein chancenreiches Zielgebiet. "Die wirtschaftliche Entwicklung ist in Südafrika nicht nur wegen der bevorstehenden WM auf einem guten Weg", so Frank Schuhmann, Chefanalyst bei dima24.de. "Investoren, die sich für Beteiligungen interessieren, können davon aber nicht profitieren, ihnen können wir derzeit keinen Fonds uneingeschränkt empfehlen."

    Dabei sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen in Südafrika durchaus gegeben. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt und seit 2004 jährlich um knapp fünf Prozent zugelegt. Von der weltweiten Finanzkrise blieb allerdings auch Südafrika nicht verschont. Dem Internationalen Währungsfonds zufolge brach das Wachstum im Jahr 2009 um 1,8 Prozent ein. Bereits in diesem Jahr wird aber wieder ein Aufschwung von knapp 3 Prozent erwartet, auch der langfristige Ausblick ist positiv. Den größten Anteil am BIP hat in Südafrika der Minensektor. Die Goldproduktion ist weltweit eine der Größten und rangierte 2009 mit 205 Millionen Tonnen auf Rang vier. Zudem wird Platin, das teuerste aller Edelmetalle, zu 79 Prozent in Südafrika produziert.

    Investmentchancen: Infrastruktur und Tourismus sind Tabellenführer

    Neben der Edelmetallindustrie sieht die dima24.de in Südafrika gerade für geschlossene Fonds zwei interessante Wirtschaftssegmente: Infrastruktur und Tourismus. Bereits im Vorfeld der WM gab es erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, die auch in Zukunft weiter anhalten werden. Laut Germany Trade & Invest (gtai) will die südafrikanische Regierung in den nächsten Jahren etwa 80 Milliarden Euro in die Energie- und Wasserversorgung, Telekommunikation, sowie Transport und Verkehr investieren.

    Auch die Tourismusbranche ist für Anleger interessant, denn Südafrika ist als Reiseziel, etwa unter den Golf-Sportlern, sehr beliebt. Beteilungsmöglichkeiten an Hotelprojekten gibt es für Anleger bereits. Wie auch in anderen Ländern gilt in Südafrika als Voraussetzung für ein erfolgreiches Investment: "Wer auswärts spielt, braucht tatkräftige Unterstützung durch einen starken lokalen Partner mit guten Marktkenntnissen und Kontakten. Ohne diesen steht man als Investor schnell im Abseits", sagt Schuhmann. "Das sehen wir bei den bisherigen Südafrika-Beteiligungen nicht umgesetzt, deshalb bieten wir sie unseren Kunden nicht an." Zum Eigentor für Investoren könnte auch die Währung des Landes werden. "Der Rand unterliegt starken Schwankungen. Auch bei geschlossenen Fonds gilt: Eine Währungsabsicherung ist in jedem Fall sinnvoll", so Schuhmann.
  • 13.04.2010
    dima24.de steigert Absatz 2009 um 18 Prozent

    Trendcheck Geschlossene Fonds: Im Osten geht die Sonne auf
    • Umwelt-, Infrastruktur- und Rohstofffonds mit Absatzplus
    • Sicherheit hoch im Kurs: Anleger fordern kürzere Laufzeit und Kapitalgarantie
    • Zielregionen in Asien und Mittlerer Osten gewinnen gegenüber USA und Europa an Bedeutung

    München, 28. Januar 2010. Geschlossene Fonds sind nicht tot! „Unternehmerische Beteiligungen sind bei Anlegern nach wie vor gefragt“, sagt Malte Hartwieg, Geschäftsführer der unabhängigen Vermögensberatung dima24.de, die seit 2001 Anteile an geschlossenen Fonds vermittelt. Fast 120 Millionen Euro investierten die Kunden der dima24.de im Jahr 2009 in dieses Segment, eine Steigerung um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Gerade erfahrene und vermögende Anleger investieren auch in unruhigen Zeiten. Sie sind immer auf der Suche nach attraktiven Märkten und vielversprechenden Branchen. Bei dima24 sehen wir daher keine Kapitalflucht, sondern lediglich eine Verschiebung der Geldströme in neue Fondssegmente.“

    Am stärksten betroffen waren 2009 Private Equity-Beteiligungen und Schiffsfonds, hier ging die Nachfrage der Anleger um 94 und 89,3 Prozent zurück. Geschlossene Immobilienfonds büßten bei dima24.de Absatzanteile von 27 Prozent ein. „Die Klassiker der Beteiligungsbranche sind derzeit out“, so Hartwieg. Auf dem Vormarsch sind dagegen Infrastrukturbeteiligungen mit einem Absatzplus von 19,7 Prozent, gefolgt von Rohstoff- und Umweltfonds. Rohstoffinvestments kamen im letzten Jahr auf einen Anteil von 15 Prozent, Umweltfonds steigerten ihren Absatz von 22,5 auf 24,5 Prozent.

    Initiatoren erweitern ihr Angebot
    Den starken Einbruch im Segment der Schifffahrt sieht Hartwieg als Reaktion der Anleger auf die anhaltende Krise. „Anleger suchen jetzt nach Alternativen. Dies eröffnet neuen Branchen den Eintritt in den Beteiligungsmarkt“, erklärt Hartwieg. Die Emissionshäuser haben dies erkannt und reagieren mit innovativen Produkten und einer immer breiteren Angebotspalette. „Gerade der Bereich Erneuerbare Energien trifft jetzt den Nerv der Investoren.“

    Anleger setzen aber nicht nur auf neue Branchen, sondern legen jetzt besonderen Wert auf eine erhöhte Sicherheit und eine kürzere Laufzeit. „Früher waren Laufzeiten von 15 bis 20 Jahren üblich und gewünscht. Mittlerweile nimmt die Nachfrage nach Produkten mit einer Laufzeit von maximal 8 Jahren mit gleichzeitiger Kapitalgarantie stark zu“, sagt Hartwieg. Kriterien, die vor allem Schiffsfonds zu Ladenhütern werden lassen. Sie leiden unter der nicht enden wollenden Schifffahrtskrise und ihren immer noch langen Fondslaufzeiten.

    Zielregionen Europa und USA verlieren bei deutschen Anlegern an Boden
    „Wachsendes Interesse der Anleger gibt es an Investments in Schwellenländern, wie China und Indien,dem Mittleren Osten oder Afrika. Die Regierungen investieren in diesen Regionen verstärkt in das eigene Land und stabilisieren oder erhöhen damit auch in der Krise ihre Wirtschaftsleistung. Europa und die USA kämpfen dagegen noch mit den Auswirkungen der Turbulenzen und verlieren an Attraktivität“, so Hartwieg. Beispielsweise in Indien stehen für Investitionen - allein in die Infrastruktur - über 450 Milliarden US-Dollar bereit. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen bis Ende 2010 über 520 Milliarden US-Dollar in neue Projekte investiert werden. „Die Beteiligung an Projektentwicklungen in stark wachsenden Ländern ist für Anleger ein attraktives Investment. Vor allem, wenn das investierte Kapital durch die Regierung als Träger des Projekts abgesichert ist“, sagt Hartwieg.


2009



  • 18.12.2009
    Emissionshaus pleite = Geld der Anleger weg?

    Geschlossene Fonds sind eigenständige Unternehmen

    - Fondsobjekte fallen nicht in die Insolvenzmasse des Initiators
    - Verwaltung der Fondsgesellschaft muss häufig neu geregelt werden
    - Verlust droht bei Fonds, die noch in der Platzierung sind

    München, 08. Dezember 2009. Unternehmerische Beteiligungen sind bei deutschen Anlegern beliebt. Insgesamt 10,21 Milliarden Euro investierten Privatleute laut einer Studie der Feri EuroRating allein 2008 über sogenannte geschlossene Fonds in Schiffe, Immobilien oder Flugzeuge. Zum Vergleich: Im selben Jahr zogen private Anleger rund 27,8 Milliarden Euro aus Investmentfonds wie Aktien, Geldmarkt oder Rentenfonds ab, so der Bundesverband Investment und Asset Management.
    Die allgemeine Wirtschaftskrise macht aber auch vor den geschlossenen Fonds nicht halt. Bisher betrafen Schreckensmeldungen über Unternehmenspleiten, leerstehende Bürogebäude oder Containerschiffe ohne Beschäftigung meist nur einzelne geschlossene Fonds. Wurde das Schiff zu teuer eingekauft oder zieht der Mieter aus dem Bürogebäude aus, gerät eine Fondsgesellschaft schon einmal in Zahlungsschwierigkeiten. Doch auch die Emissionshäuser selbst, die geschlossene Fonds am Markt anbieten, geraten jetzt zunehmend unter Druck. Ein erster Hamburger Initiator musste vor kurzem Insolvenz anmelden. Eine Situation, die manche Anleger an die Bankenpleite von Lehman Brothers denken lässt. Aber was passiert eigentlich, wenn der Emittent eines geschlossenen Fonds pleite geht? Ist das investierte Kapital der Anleger dann verloren?
    Kein Zugriff durch den Insolvenzverwalter: Fondsobjekt gehört den Anlegern
    „Das Geld der Anleger ist von einer Emissionshaus-Pleite nicht betroffen“, erklärt Malte Hartwieg, Geschäftsführer der dima24.de Vermögensberatung. Rund 100 besorgte Anrufe pro Tag verzeichnet seine auf geschlossene Fonds spezialisierte Vermögensberatung zurzeit zu diesem Thema, insgesamt betreut sein Analystenteam rund 160.000 Anleger mit unternehmerischen Beteiligungen. „Anders als Geld auf dem Konto ist das in geschlossene Fonds investierte Kapital zwar nicht von einem Einlagensicherungsfonds garantiert. Dafür handelt es sich um wirtschaftlich und rechtlich selbständige Unternehmen, die allein den Anlegern gehören. Das Emissionshaus wählt nur das Flugzeug oder die Immobilie aus und verkauft die Anteile daran. Sind alle Anteile vergeben, beschränkt sich die Rolle des Initiators zumeist auf die Verwaltung.“